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Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie

Informationen für Angehörige

Allgemeines

Wenn ein Patient auf einer Intensivstation behandelt werden muss, dann dient das entweder der besonders guten Überwachung nach einem großen Eingriff oder die Therapie ist nötig wegen einer besonders schweren Erkrankung. Bei der Intensivübewachung nach einem großen Eingriff ist meistens nur ein kurzer Aufenthalt von 1 - 2 Tagen nötig; wenn der Patient ausreichend stabil ist, erfolgt die weitere postoperative Behandlung auf der chirurgischen Normalstation. Patienten, die einer Intensivtherapie bedürfen, haben oft Funktionseinschränkungen innerer Organe und die Intensivtherapie besteht u.a. aus der Anwendung von Organersatzverfahren, wie z.B. einer kontinuierlichen Blutwäsche (Dialyse) oder einer künstlichen Beatmung. Diese maschinelle Unterstützung lebenswichtiger Körperfunktionen soll in aller Regel eine kritische Phase der Erkrankung, wie z.B. eine schwere Infektion, überbrücken, bis eine ursächliche Therapie möglich ist.

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Katheter und Monitore

In der Regel ist man auf der Intensivstation mit vielen beunruhigenden Eindrücken konfrontiert, dazu gehören Monitore, Schläuche und Infusionen. Der Monitor dient uns zur Überwachung der Patienten und hilft frühzeitig kritische Situationen zu erkennen; die Schläuche oder Katheter dienen der kontinuierlichen Gabe von Medikamenten (z.B. der zentrale Venenkatheter), der Ableitung von Sekreten (z.B. Schläuche aus Brust- oder Bauchhöhle) oder der Beatmung (Beatmungsschlauch oder Tubus). Bitte haben Sie keine Scheu, uns nach diesen Dingen zu fragen, wir erklären Ihnen gerne, worum es sich handelt. Möglicherweise hilft es Ihnen und dem Patienten, die Angst vor diesen Dingen zu bewältigen.

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Besuche und Auskünfte

Auf einer Intensivstation wird eine sehr intensive und zeitaufwendige Pflege betrieben und oft sind diagnostische Maßnahmen wie z.B. Röntgenuntersuchungen ausserhalb der Station nötig. Wir bemühen uns, diese Maßnahmen auf den Vormittag zu konzentrieren, damit Sie als Angehörige am Nachmittag die Gelegenheit zu ungestörten Besuchen haben. Unsere reguläre Besuchszeit ist daher von 15.00 bis 17.00 Uhr. Selbstverständlich können Sie in Absprache mit uns auch zu jeder anderen Zeit auf die Station kommen, wenn es Ihnen zu diesem Zeitpunkt aus persönlichen Gründen nicht möglich ist oder die Situation für Sie oder den Patienten besonders kritisch oder belastend ist. Wir bitten Sie aber gerade bei Besuchen ausserhalb der Besuchszeiten Verständnis dafür zu haben, wenn wir Sie zeitweise aus dem Zimmer hinaus bitten müssen. Idealerweise sprechen Sie bitte Besuche ausserhalb der Besuchszeit mit der zuständigen Pflegekraft ab. Wir verstehen, dass Sie das Bedürfnis haben, über den Krankheitsverlauf Ihrer Angehörigen aufgeklärt zu werden. Dem kommen wir immer gerne nach, können aber nur direkte Angehörige in diese Gespräche mit einbeziehen. Um den Kontakt zu Ihnen zu vereinfachen, empfehlen wir, dass Sie ein Familienmitglied bestimmen, dass den Kontakt zu uns hält und die Gespräche führt. Telefonische Auskünfte sind zuweilen nicht möglich, vor allem, wenn wir Sie noch nicht persönlich kennen gelernt haben. Wenn Sie am Morgen telefonische Auskünfte wünschen, bitten wir Sie erst nach 9.00 Uhr anzurufen. Bitte haben Sie auch Verständnis, wenn eine Auskunft nicht zu jedem Zeitpunkt sofort erfolgen kann, für ein ausführliches Gespräch sollten einen Termin mit dem verantwortlichen Oberarzt vereinbaren.

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Maßnahmen, Eingriffe und Betreuung

Häufig müssen kritisch kranke Patienten Schlafmittel erhalten und sind deswegen oder aus krankheitsbedingten Gründen nicht bei Bewusstsein. In dieser Situation können wir für medizinische Maßnahmen oder Eingriffe nicht das Einverständnis des Patienten einholen. Handelt es sich um Maßnahmen, die aus medizinischen Gründen keine Verzögerung zulassen, ist das Einverständnis nicht nötig und wir handeln nach dem mutmaßlichen Willen des Patienten. Es gibt allerdings auch Eingriffe, wie z.B. die Durchführung eines Luftröhrenschnittes oder die Anlage einer dauerhaften Ernährungssonde, die für einige Tage aufschiebbar sind. In einem solchen Fall wenden wir uns an das zuständige Vormundschaftsgericht und bitten darum, ein Betreuungsverhältnis einzurichten. Es kann dann sein, dass enge Angehörige gebeten werden, diese Betreuung zu übernehmen. Einige Menschen haben eine so genannteVorsorgevollmacht ausgefüllt, in der sie festlegen, wer diese Funktion im Falle schwerer Erkrankung übernehmen soll. Sollten Sie von Ihrem Angehörigen eine solche Verfügung vorliegen haben, bitten wir Sie dringend, uns diese vorzulegen. Das gleiche gilt, wenn der Patient ein Patiententestament ausgefüllt hat. Diese Unterlagen können uns helfen, in kritischen Situationen den Willen des Patienten umzusetzen.

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telefon 0341-97-17700
icon-fax 0341-97-17709
anaesthesie@medizin.uni-leipzig.de 

Unter der Telefonnummer
0341 - 97 - 19702 
stehen Ihnen die Ärzte unserer Intensivstation rund um die Uhr zur Verfügung.

Unter der Telefonnummer
0341 - 97 19702 / 19706
stehen Ihnen die Ärzte unseres Hyperbarmedizinischen Zentrums rund um die Uhr zur Verfügung.

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